Haben Proteine einen Effekt auf Testosteron?
Haben Proteine einen Effekt auf Testosteron

Haben Proteine einen Effekt auf Testosteron?

Wir haben bereits über folgende Makronährstoffe und ihre Auswirkungen auf Testosteron gesprochen:

In diesem Artikel widmen wir uns nun den Proteinen.

In der Bodybuilding-Szene sind Proteine wohl der beliebteste Makronährstoff. Ich weiß noch genau, als ich angefangen habe zu trainieren, habe ich überall nur gehört: Du musst viele Proteine zu Dir nehmen! und Du brauchst unbedingt ein Proteinpulver!

Proteine sind auf jeden Fall nicht unwichtig, wenn Du eine definierte Muskelmasse halten willst. Aber für die optimale Testosteronproduktion sollten Unmengen an Proteinen keine große Rolle spielen.

Warum das so ist, erfährst Du in diesem Artikel.

 

 

 

Haben Proteine einen Effekt auf Testosteron?

Wenn man in einen Bodybuilding-Store geht, in dem man Supplements kaufen kann, oder einfach online die Webseiten der Anbieter abcheckt, werden oft hohe Mengen an Proteinen empfohlen.

So senkst Du Deine SHBG-Werte für mehr freies Testosteron

Du musst bedenken, diese Leute stellen Proteinpulver her bzw. verkaufen es! Natürlich erzählen sie Dir, dass Proteine allerhöchste Priorität haben. (Wenn Du wissen willst, welche Bodybuilding-Supplements nützlich sind, um Testosteron zu erhöhen, lies hier.)

Als ich begann, meine Testosteronwerte zu erhöhen, habe ich die Proteinaufnahme locker halbiert. Trotzdem habe ich keine Muskelmasse verloren. Mittlerweile liegt mein Interesse allerdings deutlich mehr bei Calisthenics, was jedoch eine andere Geschichte ist.

Ich habe mich dazu entschieden, weil ich wusste, dass optimale Testosteronwerte und ein gesunder Körper, für eine optimale männliche Gesundheit sorgen. Sich richtig männlich zu fühlen, gibt uns Lebensfreude und ist das absolute Gegenteil, von Depression.

Du hast also schon richtig verstanden, eine hohe Proteinaufnahme ist schädlich für Testosteronwerte.

Warum?

Je mehr Proteine Du aufnimmst, desto weniger Fette und Kohlenhydrate kannst Du zu Dir nehmen. Und diese zwei sind deutlich wichtiger, für die Produktion von unserem Freund Testosteron.

 

 

 

Wenn ich Dich nicht so einfach überzeugen konnte, wirf mal einen Blick auf diese wissenschaftlichen Untersuchungen:

  • In dieser Studie, teilte man Versuchspersonen in zwei Gruppen ein. Die erste Gruppe ernährte sich nach den Regeln einer Diät mit vielen Kohlenhydraten und wenig Proteinen. Die zweite Gruppe ernährte sich genau umgekehrt: Viele Proteine, wenig Kohlenhydrate. Der Fettgehalt und die Kalorienzufuhr waren absolut identisch. Nach 10 Tagen zeigte sich, dass die Gruppe mit dem hohen Anteil an Proteinen, 36 % weniger freies Testosteron hatte, höhere SHBG-Werte und höhere Cortisolwerte. (Was es mit freiem Testosteron und SHBG auf sich hat, erfährst Du hier und warum Cortisol die Testosteronwerte senkt, hier.)

  • Bei diesen Untersuchungen an Kraftsportlern stellte man fest, dass eine hohe Proteinaufnahme die Testosteronwerte der Sportler senkt.

  • Laut finnischen Studien, senkt ein 25 g Protein Shake, aus Whey und Casein vor dem Training, deutlich die Testosteron- und Wachstumshormonwerte. (Zuviel Whey getrunken? 😀 Hier findest Du einen Artikel, wie Du Deine Wachstumshormonwerte verbessern kannst.)

 

Wie Du also siehst, sind Proteine nicht wirklich wichtig für die Testosteronproduktion. Das heißt jedoch nicht, dass Du sie komplett aus Deiner Ernährung streichen sollst. Diese bleiben für Deinen Körper trotzdem essentiell und es heißt nur, dass Du weniger brauchst, als meistens gepredigt wird.

Wenn Du hohe Testosteronwerte erreichen willst, dann sollte in Deiner Ernährung genug Platz für hochwertige Fette und Kohlenhydrate sein. Deswegen empfehle ich Dir ca. 25 % Deiner Kalorien für Proteine einzuplanen. Davon sollten ein Großteil tierische Proteine sein, und verzichte bitte auf Soja. (Mehr zu Soja und Testosteron, hier)

Eine exzellente Proteinquelle ist das Ei. Mehr dazu erfährst hier:

Du brauchst außerdem nicht zwingend einen Whey/Casein Proteinshake. Am besten ist es, wenn Du Deine Proteine von hochwertigen tierischen Quellen aufnimmst und ein paar wenige pflanzliche Quellen mit hinzufügst. Aber bloß kein Soja!

Hier ist ein Whey Protein, welches Du wirklich verwerten kannst und das sogar Deine Wachstumshormonwerte erhöhen kann:

 

 

 

Fazit

Protein ist der „unwichtigste Makronährstoff“ für die Testosteronproduktion.

Viele große Hersteller von Supplements empfehlen Dir, riesige Mengen an Proteinen zu Dir zu nehmen. Kein Wunder, sie stellen dieses Zeug schließlich auch her!

Ich empfehle Dir 25 % Deiner Kalorien für Proteine einzuplanen. Wenn Du keinen Sport machst, sollten 20 % genügen. Esse größtenteils hochwertiges tierisches Protein, am besten in Bio-Qualität:

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Wenn Du Deine Testosteronwerte optimieren willst und Du neu bist, nutze einfach unsere Schritt für Schritt Testosteron-Optimierung.

Viel Erfolg bei Deinen Zielen!

Christoph